Informationen über GridKa
Der Large Hadron Collider (LHC) ist ein Teilchenbeschleuniger am europäischen Forschungszentrum in Cern. Er ist in einem 27 Kilometer langen Tunnel in einer Tiefe von 50 bis 175 Metern untergebracht. In gegenläufigen Bahnen werden Protonen und geladene Atomkerne mit hoher Geschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht. Vier riesige unterirdisiche Detektoren, die den Experimenten ALice, ATLAS und CMS und LHCb zugeordnet sind, zeichnen die Flugbahnen dieser Teilchen auf. Pro Jahr werden etwa 8.000.000.000.000.000 Byte (8 PetaByte = 8 Millionen GigaByte) an Daten erzeugt. Hinzu kommen jährlich weitere 4 PetaByte an Simulationsdaten.
Selbst bei optimistischen Prognosen über die Entwicklung von Prozessorleistungen und Speichersystemen ist ein einzelnes Rechenzentrum nicht in der Lage für weltweit mehrere tausend Wissenschaftler ausreichend Kapazitäten zur Auswertung dieser Datenflut bereitzustellen. Aus diesem Grund wurde in mehreren Ländern jeweils ein regionales Rechenzentrum aufgebaut und über Hochgeschwindigkeitsleitungen vernetzt. Speziell entwickelte Grid-Software kümmert sich hierbei um die Daten- und Lastverteilung und eine einheitliche Sicht auf die angeschlossenen Ressourcen.
Deutsche Kern- und Elementarteilchenphysiker sind mit mehr als 40 Arbeitsgruppen an der Entwicklung und Auswertung der 4 LHC-Experimente, sowie an 4 weiteren Hochenergiephysik-Experimenten beteiligt, und haben das Karlsruhe Institute of Technology (KIT) als Standort für das deutsche Regionalrechenzentrum gewählt. Im Steinbuch Centre for Computing (SCC) wurde in den letzten Jahren das

Grid Computing Centre Karlsruhe (GridKa)

aufgebaut und betrieben.

Die Anforderungen an GridKa wurden von Physikern aus den 4 LHC-Experimente und den 4 weiteren Hochenergiephysik-Experimenten in einem Papier zusammengestellt.
Anforderungen an ein "Grid Computing Centre Karlsruhe"
Die Antwort des SCC hierauf bildet die formale Basis des Rechenzentrums.
Antwort auf die Anforderungen an ein "Grid Computing Centre Karlsruhe"